Wenn das WordPress-Backend ohne Farben, Schaltflächen oder das gewohnte Layout angezeigt wird und stattdessen teilweise wie eine einfache HTML-Seite aussieht, werden häufig benötigte CSS- oder JavaScript-Dateien nicht korrekt geladen.
Die Ursache kann beispielsweise im Browser-Cache, in einem Plugin oder Theme, in fehlerhaften WordPress-Einstellungen oder bei externen Diensten wie einem CDN liegen.
Mögliche Ursachen
- CSS- oder JavaScript-Dateien werden nicht korrekt geladen.
- Der Browser verwendet fehlerhafte oder veraltete Cache-Dateien.
- Ein Plugin oder Theme verursacht einen Fehler.
- Die WordPress-URLs sind nicht korrekt hinterlegt.
- Datei- oder Ordnerrechte verhindern den Zugriff auf benötigte Dateien.
- Ein CDN oder eine Firewall blockiert benötigte Ressourcen.
- WordPress-Kerndateien sind beschädigt oder unvollständig.
Wie kann ich die fehlerhafte Darstellung beheben?
Führen Sie die folgenden Schritte nacheinander durch und prüfen Sie nach jedem Schritt, ob das WordPress-Backend wieder korrekt dargestellt wird.
1. Seite vollständig neu laden
Manchmal werden CSS- oder JavaScript-Dateien im Browser nicht korrekt geladen. Laden Sie die Seite daher zunächst vollständig neu.
- Windows: Strg + F5 oder Strg + Umschalt + R
- macOS: Cmd + Umschalt + R
2. Browser-Cache löschen
Falls das vollständige Neuladen nicht hilft, löschen Sie den Browser-Cache und rufen Sie das WordPress-Backend anschließend erneut auf.
- Google Chrome: Öffnen Sie die Einstellungen zum Löschen der Browserdaten und entfernen Sie die zwischengespeicherten Bilder und Dateien.
- Mozilla Firefox: Löschen Sie die zwischengespeicherten Webinhalte über die Browser-Einstellungen.
- Safari: Löschen Sie die betreffenden Website-Daten über die Safari-Einstellungen.
3. Geladene CSS-Dateien überprüfen
Mit den Entwicklerwerkzeugen Ihres Browsers können Sie prüfen, ob benötigte CSS-Dateien fehlerfrei geladen werden.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das WordPress-Backend und wählen Sie Untersuchen beziehungsweise Element untersuchen.
- Öffnen Sie den Bereich Netzwerk.
- Laden Sie die Seite erneut und filtern Sie die angezeigten Ressourcen nach CSS.
- Prüfen Sie, ob einzelne CSS-Dateien mit einem Fehlerstatus angezeigt werden.
Fehler beim Laden solcher Dateien können einen Hinweis auf die Ursache der fehlerhaften Darstellung geben.
4. Plugins überprüfen
Ein Plugin kann die Darstellung des WordPress-Backends beeinträchtigen. Deaktivieren Sie die Plugins testweise und prüfen Sie anschließend erneut die Darstellung.
- Öffnen Sie im WordPress-Dashboard Plugins.
- Deaktivieren Sie die Plugins.
- Prüfen Sie, ob das WordPress-Backend wieder korrekt dargestellt wird.
- Falls das Problem behoben ist, aktivieren Sie die Plugins einzeln wieder, bis Sie das verursachende Plugin identifiziert haben.
Wenn Sie das WordPress-Dashboard nicht verwenden können, können Sie die Plugins alternativ über den Dateizugriff deaktivieren:
- Verbinden Sie sich per FTP oder SFTP mit Ihrem Webhosting.
- Öffnen Sie das Verzeichnis wp-content.
- Benennen Sie den Ordner plugins vorübergehend um, beispielsweise in plugins_old.
- Prüfen Sie anschließend erneut das WordPress-Backend.
5. Theme überprüfen
Auch ein fehlerhaftes oder inkompatibles Theme kann Probleme verursachen. Wechseln Sie testweise zu einem installierten WordPress-Standard-Theme.
- Öffnen Sie Design → Themes.
- Aktivieren Sie ein installiertes WordPress-Standard-Theme.
- Prüfen Sie anschließend, ob das Problem weiterhin besteht.
Wenn Sie keinen Zugriff auf das WordPress-Backend haben, können Sie das aktive Theme alternativ über FTP oder SFTP deaktivieren, indem Sie dessen Ordner unter wp-content/themes/ vorübergehend umbenennen.
6. WordPress-URLs überprüfen
Falsch hinterlegte URLs können dazu führen, dass CSS-, JavaScript- oder andere Dateien nicht von der erwarteten Adresse geladen werden.
- Öffnen Sie im WordPress-Dashboard Einstellungen → Allgemein.
- Prüfen Sie die Einträge bei WordPress-Adresse (URL) und Website-Adresse (URL).
- Stellen Sie sicher, dass dort die korrekte Domain und das verwendete Protokoll eingetragen sind.
Falls Sie keinen Zugriff auf das WordPress-Backend haben, können die URLs alternativ über die Datei wp-config.php vorgegeben werden.
define('WP_HOME', 'https://ihre-domain.de');
define('WP_SITEURL', 'https://ihre-domain.de');Ersetzen Sie ihre-domain.de durch die tatsächliche Domain Ihrer WordPress-Website.
7. Datei- und Ordnerrechte überprüfen
Falsche Datei- oder Ordnerrechte können verhindern, dass WordPress benötigte Dateien ausliefert.
Prüfen Sie insbesondere, ob für die WordPress-Dateien und -Verzeichnisse geeignete Berechtigungen gesetzt sind. Häufig werden folgende Werte verwendet:
- Verzeichnisse: 755
- Dateien: 644
8. CDN oder Firewall überprüfen
Wenn Sie ein CDN oder eine zusätzliche Firewall verwenden, kann diese den Abruf einzelner WordPress-Dateien beeinflussen.
- Deaktivieren Sie den betreffenden Dienst testweise oder umgehen Sie dessen Cache, sofern dies möglich ist.
- Laden Sie das WordPress-Backend anschließend erneut.
- Wird das Backend danach korrekt dargestellt, prüfen Sie die Einstellungen und Regeln des betreffenden Dienstes.
9. Laden der WordPress-Skripte testen
In bestimmten Fällen kann es helfen, die Zusammenfassung von JavaScript-Dateien im WordPress-Backend testweise zu deaktivieren.
Öffnen Sie dazu die Datei wp-config.php und fügen Sie folgende Zeile ein:
define('CONCATENATE_SCRIPTS', false);Speichern Sie die Datei und prüfen Sie anschließend erneut die Darstellung des WordPress-Backends.
10. WordPress-Kerndateien erneuern
Wenn die vorherigen Maßnahmen nicht helfen, können beschädigte oder fehlende WordPress-Kerndateien die Ursache sein.
- Laden Sie die aktuelle WordPress-Version von wordpress.org herunter.
- Entpacken Sie die WordPress-Dateien auf Ihrem Computer.
- Laden Sie die benötigten WordPress-Kerndateien per FTP oder SFTP auf Ihren Webspace und ersetzen Sie die bestehenden Kerndateien.
- Lassen Sie das Verzeichnis wp-content sowie Ihre vorhandene wp-config.php unverändert.
- Prüfen Sie anschließend erneut das WordPress-Backend und die Website.